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Mit Blick auf Gipfelkette oder Kindershampoo 

Waschtische und Wannen aus Mineralguss passen sich jedem Badezimmer an

Badewannen, dachte ich, sind aus Emaille oder wie früher aus Zink. In einer Ecke stehen sie und werden mit Fliesen verblendet wie das ganz Bad. Wer eine Wohnung sucht und eine nach der anderen besichtigt, findet fast immer die gleiche Lösung vor: Emaille-Wanne, Standardgröße, Fliesen davor. Fertig. 

In Zeitschriften dagegen sieht man freistehende Wannen und ausladende Waschtische. In wohnzimmergroßen Wellness-Tempeln mit Fensterfront zum Bergpanorama mit Gipfeln im Abendrot. Aber niemand kennt jemanden, der so wohnt. Und wenn man überlegt beim Zähneputzen, wo man so eine Wanne hinstellen und sich darin im Schaum rekeln könnte, hat man sich in seiner Nasszelle schon wieder den Kopf gestoßen und alle Träume verworfen.

Dass man die Träume doch realisieren kann und es jetzt maßgeschneiderte Wannen und Waschtische gibt, die auch in ein kleineres Bad passen oder neben die Dusche unter der Dachschräge, war mir neu. Dünnwandig und schmal können sie sein und so elegant wie eine überdimensionierte Oliven-Schale aus „Bone China“. Hochglanzpoliert oder - auf Wunsch - auch in Matt.

So ein maßgeschneiderter Badezimmer-Traum ist dem Werkstoff Mineralguss zu verdanken. Jeder Hersteller hat seine eigene, geheim gehaltene Mixtur. Aber meistens besteht Mineralguss aus Quarzsand und Marmormehl, also Naturstoffen, die mit Hilfe von Polyesterharz eine wunderbare Verbindung eingehen. Man kann die Mischung in jede Form gießen, die man sich vorstellen kann, gibt einen Katalysator dazu, wartet, bis alle Komponenten miteinander warm geworden sind und kann schon nach einer Stunde die Wanne oder das Waschbecken aus der Form lösen. Jetzt werden noch die Trennkanten abgeschliffen und das Loch für den Abfluss gesägt.  Fertig? – Noch nicht ganz. Bei Burgbad verlässt kein Waschtisch, keine Wanne die Fertigung, ehe die Oberfläche von Hand aufpoliert wurde. 

Mineralguss ist noch glatter als Keramik. Jedes Objekt aus der Naturstoff-Symbiose ist wie ein großer Handschmeichler. Die glatte Oberfäche entsteht durch eine Schicht, die in die Form gespritzt wird, bevor sich die Mineralstoff-Mischung samt Bindemittel in die Schale ergießt. In der Entwicklungsabteilung von Burgbad in Lauterbach wird diese Oberfläche extremen Tests unterzogen. Dort gibt es eigens eine Thermo-Schockanlage, die die Waschtische einem Wechselbad der Temperaturen aussetzt: alle 30 Sekunden ergießt sich Wasser von 15 Grad Celsius und dann wieder 70 Grad Celsius auf den Werkstoff. Und das 1.000 Zyklen pro Test. Zudem wird die Oberfläche genau unter einem Mikroskop untersucht. Wie leicht lässt sich Schmutz entfernen? Darf „Meister Proper“ sich hier austoben? Gibt es Sprünge, Dellen oder Macken, wenn ein Parfüm-Flakon aufschlägt?

Die Antworten aus Lauterbach geben Entwarnung. „Ja, Meister Proper darf sich hier austoben“, sagt Dr. Susanne Sollner und lacht. Sie ist Leiterin der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Burgbad. Schmutz und Kalk lasse sich leicht entfernen. „Wir empfehlen immer flüssige Putzmittel.“ Damit ginge alles leicht weg. Mittel dagegen, die feine Körnchen enthielten, dürften nicht verwendet werden. So ein Mineralguss-Becken braucht ja kein Peeling. Ein einfacher Essigreiniger würde völlig ausreichen, so Susanne Sollner.

Wenn doch mal eine Macke zurückbleibt, lässt sich Mineralguss – im Gegensatz zu Keramik – leicht ausbessern. Alles wurde getestet: Klekse von dunklen Haarfärbemitteln, ausgedrückte Zigaretten, schwere Schläge. Mit Spachtel, Feile und Politur wird die Stelle behandelt und glänzt wieder wie vor den schlimmsten Attacken. 

Wenn es bei all dem Glanz nicht stören würde, könnte man einen Umweltengel an den schmalen Rand einer Mineralguss-Wanne kleben. Denn der Hauptbestandteil, Quarzsand, kommt ausschließlich aus deutschem Tagebau und legt nur kurze Strecken bis zur Fertigung in Lauterbach zurück. Anders als bei Keramik braucht man auch keine Öfen und viel Energie, um Wannen und Becken herzustellen. Durch seine einzigartige Mischung härtet Mineralguss bei Raumtemperatur

Und was ist mit meinem Traum von der eleganten Wellness-Oase mit Blick auf die Gipfelkette?

Weil Mineralguss so variabel sei, sagt Susanne Sollner, biete sich der Werkstoff genauso für „High-End“-Lösungen an wie für das kleine Bad, das für eine junge Familie noch erschwinglich bleiben soll. Einige Modelle im Burgbad-Programm haben eine sogenannte Maßvariabilität, können also individuell für Nischen oder Badezimmer mit schwierigen Maßen bestellt werden.

Wo ich die passende Wanne finde, weiß ich jetzt. Fehlt nur noch die Fensterfront mit Blick auf das Alpenglühen.

 

 

Uta Allgaier 

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